Donnerstag, 5. Juli 2012

Top5-Donnerstag: Top5 "Schlechteste DJs".

Okay...das hier wird ne harte Nummer, Freunde, soviel steht fest...

Ich möchte diese Woche in meinem Top-X-Artikel ein äußerst heikles Thema ansprechen, welches andere Kolumnisten, Blogger & sonstige Hip Hop Schreiberlinge nichtmal mit der Kneifzange anfassen würden, und zwar suche ich nach den...

...Top 5 schlechtesten DJs.




Puh.
Das ganze wird also mehr so'ne Art Hall Of Shame anstelle eines klassischen Top-X-Artikels, aber sei's drum.

Warum ich das Thema für diskussionswürdig halte?
Einfach:
DJs, welche auf Rap-Veröffentlichungen ihre Fähigkeiten präsentieren, und welche womöglich fester Bestandteil einer Crew/Band/Rap-Kombo sind, genießen - sofern ihr Name nur häufig genug genannt und ordentlich *ficki-ficki* *wiki-wiki* veranstaltet wird... - eine gewisse Narrenfreiheit unter Rap-Konsumenten, oder zumindest unter Musikhörern, die mit Scratchen/DJing nicht sonderlich vertraut sind.

Solange der/die Rapper nur häufig genug erwähnen, dass XY der "[...]master on tha wheels of steel", der "[...]king of tha crossfader" oder sonstwas ist, ist der Konsument für gewöhnlich schon halbwegs überzeugt; existiert dann womöglich sogar auch noch eine Art DJ-Track auf dem Album der/des Künstler(s), auf welchem dann mehr schlecht als recht ein paar unbeholfene Cuts zusammen- und übereinander gelegt werden, ist der geneigte Rap-Fan meist vollends überzeugt.

Aber let's face it: Es kann nicht jeder von diesen Vögeln "gut" sein.
Für jeden DJ Scratch, Babu, Jazzy Jeff, Mixmaster Mike, Aladdin, Cash Money und Mister Cee...muss es eben auch irgendwo das Gegenstück bzw. den schlechten Konterpart geben...sonst, äh, wären die oben genannten dudes halt eben nicht als "gut" zu klassifizieren...y'smell me, y'dig?



Und genau aus diesem Grund hab ich für euch mal meine defintive Liste der 5 whacksten DJs straight aus den fucking Dungeons of Rap hervorgekramt - kann man ruhig mal auschecken, is mitunter ganz witzig, wie ich finde....loooousz gehts!






5. TERMINATOR X - GDAMN DAT DJ MADE MY DAY (1994)



Um die möglicherweise schockierenden News für euch Oldschool-Veteranen gleich mal vorweg zu nehmen:
Terminator X, der langjährige DJ von Public Enemy, ist kein - ich wiederhole: kein guter DJ.
So, da das nun geklärt ist, geht's etwas mehr ins Detail:
Für Public Enemy, als Gesamtprodukt, stellte dieser Fakt nie ein Problem dar. Im Gegenteil: Norman Rogers hat mit seinen unbeholfenen und häufig auch untighten Scratches dafür gesorgt, dass der sehr unruhige und gewollt "stressige" und aufrüttelnde "Noise"-Style der Gruppe noch unruhiger, noch stressiger und noch aufrüttelnder wurde. Ernsthaft. Hört man sich die ersten 3-4 P.E.-Alben an, würde man nie im Leben darauf kommen, den sound der Gruppe aufgrund der mangelnden Fähigkeiten des TX herabzuwürdigen. Wäre auch gänzlich unangebracht, meiner Meinung nach.
Anders verhält es sich natürlich, wenn der olle Norman auf einem seiner Solo-/Produzenten-Alben versucht, zusammen mit Grandmaster Flash (!) eine Art DJ-Track zusammen zu basteln. Da fallen die wirren Baby-Scratches natürlich schon etwas unangenehm auf. Für den casual-rap-listener vielleicht kein Problem, aber jeder der etwas von DJ-Gedöns versteht, hört, dass hier nicht gerade 2 turntablisten vor dem Herrn am Werk sind, hihi...







4. MASTERS OF THE CEREMONY - DYNAMITE (1988)



Okay, ich mag die MOTC sehr gerne, soviel steht fest. Semi-Hits dieser kurzlebigen 80er-Jahre Kombo wie "One To The Knot" sind für mich sehr prägend in meiner (verspäteten) 80s-Hiphop-Sozialisation gewesen...und darüber hinaus war der legendäre Grand Puba teil dieser vielleicht etwas, hm, uneigenständigen Gruppe.
Wie dem auch sei...meine Begeisterung für die Gruppe ist allerdings sicher nicht auf die DJ-, äh, "Künste" des DJ Lord Shabazz zurückzuführen. Hört euch den opener ihres gleichnamigen (einzigen) Albums, "Dynamite",  mal an: Wie überflüssig und im Grunde unpassend können hook-cuts sein? Keiner hätte das wilde rumgescratche an der Stelle gebraucht, und darüber hinaus wird auch einfach irgendein sound gecuttet...anstatt vielleicht irgendwie bezug auf das "Dynamit"-Thema des Tracks zu nehmen o.ä.
Naja vielleicht übertreib ich auch ein bisschen...aber hört halt selber mal rein. Achja, wichtig zu wissen/verstehen ist vielleicht auch, dass das "Dynamite"-Vocalsample nicht gecuttet wurde (was meiner Meinung nach weitaus sinnvoller/cooler gewesen wäre)...sondern halt nur dieses andere Geräusch. Hm.
Anywayz...unterm Strich immernoch ein vergleichsweise cooler Track, wie ich finde.







3. K ROCK / MC LYTE - CHA CHA CHA (1988)



Hm, jetz wird's vielleicht wieder für einige Leser schmerzhaft, denn wie jeder weiß ist "Cha Cha Cha" ein absolut zeitloser Klassiker einer der hands down besten Frauen in this here rapgame.
Soweit so klar.
Das Ding ist nur...puh...DJ K-Rock in allen Ehren...aber bitte: Seine stümperhaften und meist alles andere als pointiert gesetzten, vieeel zu lauten Baby-Scratches in der hook machen den Track FAST kaputt. Fast.
Im speziellen meine ich halt dieser super-vordergründigen "kick...kick..WIKIWIKIWIKI...kick this one here for me and my DJ"...boah, anstrengend!  Jagut, in Ordnung, es sind die 80er, allright...aber nur Baby-Scratches? Und dann - ganz schlimm - am ende der ersten hook glaube ich...scratcht er auch noch "...for me and my Dee...WIKIWIKIWIKI...jay" oder so...was dann dazu führt, dass das ganze nicht mehr im Takt endet...holy moly. Das ist einfach nicht gut, was der Kollege K-Rock da veranstaltet.
Egal....next!







2. DJ MAN / SHY D. - DJ MAN CUTS IT UP (PART II) (1987)




Jau, die Lächerlichkeit dieses DJ-Tracks vom 2. Shy-D-Album entfaltet sich eigentlich erst in Kombination mit den in diesem Fall einfach vöööllig überzogenen Reimen von Shy-D...:
"he can't be beat [...]"..."[...]when you hear him cut it's a special treat[...]", "[...]when he's on the crossfader, the hands move swift[...]" und so weiter! - Hahaha, bitte was!?
Also zunächst mal hören wir von seinen swiften crossfader-skillz nicht sooo viel, weil der gute DJ Man [Preis für den lustigsten DJ-Namen an diesen Herrn, sofort! - Anm. D. Red.] zu größten Teilen die hier schon vielfach zitierten Baby-Scratches auspackt...aber auch darüber hinaus (und ja, ihr Newjacks, man kann auch mit gezielten Baby-Scratches effektvolle Sachen machen...) passiert hier nicht viel gutes.
Das überaus Interessante an diesem DJ-Track ist für mich, dass es sich schon um "Part II" handelt, und - noch interessanter - ich sag euch mal was: Part I ist tatsächlich besser als das was uns hier geboten wird.
Wirklich. Hört's euch an.
Ich denke es liegt daran, dass DJ Man im zweiten Teil zu viel wollte: In Part I hat er immer den gleichen sound (*fresh*), und macht aus seinen limitierten Möglichkeiten meiner Meinung nach das beste....naja und in diesem Teil 2 will er halt einfach mehr zeigen als er tatsächlich kann. Dat is natürlich nix. hmpf!










1. DJ KAY CEE / GRAND DADDY I.U. - SOUL TOUCH (1990)



Nagut, es ist ja im Grunde längst kein Geheimnis mehr, dass Grand Daddy I.U. einer von Ikes all-time-underrated-Favoriten ist. Ey, der Kerl hat schon auf Big L-Tracks mal eben neben einem jungen Hov und Finesse und co. gerappt und dabei technisch echt keine schlechte Figur gemacht, to say the fuckin least. Aber egal...das soll hier gar nicht mal das Thema sein, Freunde, mir geht's hier ja hauptsächlich um die DJs, und da muss man einfach klarstellen, dass es nicht gerade ein glücklicher Griff von I.U. war, seinen eigenen Bruder als DJ für sein erstes Album, "Smooth Assassin", zu verpflichten.
Der Kerl kann nämlich genau gar nix. Sorry.
Es gibt auf dem oben genannten Album zwar sogar einen DJ-Track, aber der ist (aus gutem Grund) so zurückhaltend und dezent gestaltet, dass gar nicht sooo sehr auffällt, wie Kay Cee alles vermasselt. Aber in dem hier gefeatureten Track, "Soul Touch", den ich eigentlich auch sehr gerne mag, geht mit dem Typen irgendwie alles durch, und er schafft es fast diesen großartigen Track komplett zu verhunzen mit seinem Scracthpart in der 2. Hälfte des Tracks.
MEINE GÜTE!
Wie kann man so dilletantisch *WIKIWIKIWIKI* machen...!??! Und dann auch noch VIEL zu laut!! Boahh...das regt mich tatsächlich auf....gebt euch auch wie er dann am Schluss seines Parts kein Ende finden kann, und er dadurch einfach mal nicht im Takt abschließt (häufiger Fehler bei solchen dudes, siehe dazu auch K-Rock). Das muss doch 1990 echt nicht mehr sein, Leute! Da gibt es schon ganz andere DJs, die auch mal eben DMC und co. gewonnen haben o.ä. ...aber naja. Wie ich schon bemerkte kann halt auch in der bunten, schillernden"make-it-seem-so-easy"-Rapwelt nicht jeder gleich ein super-duper-DJ sein.








jooooo, so, das war's schon wieder für diese Woche mit dem TopX-Artikel...ich hoffe es war etwas unterhaltsam/lehrreich/wasauchimmer für euch punx,...

Hier noch passenderweise das legendäre "Sucker DJ" von Dimples D & Marley Marl...:


Dimples D - Sucker DJ (A Witch For Love)... von OldschooloveGermany

ihr wisst...immer schön alles real keepen und shit, damit rettet ihr die Welt, best believe!
So.
Peace & Frieden, euer Kapo Des Nordflügels.

1 Kommentar:

  1. hihi
    http://www.youtube.com/watch?v=XvUHHz0mVpc

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