Okay, wie vielleicht mittlerweile - und vor allem nach
dieser HiphopHurrah-Radiosendung - auch der hinterletzte Slyme mitbekommen haben sollte, ist euer Junge
Ike da Streezy ein großer Befürworter von ca. allem was das Produzententeam
The Neptunes in den jahren 1999 bis ungefähr 2013 gemacht haben.
Um es abzukürzen: Ich bin sehr großer fan.
Natürlich haben
Pharell und
Chad speziell in den frühen 00er Jahren enorme Erfolge feiern können, denn ihr unverkennbarer Trademark-sound und dieses gewisse innovative Moment, was ihren Produktionen jeweils anheftete, verhalfen ihnen zu Superstardom und nicht zuletzt einem sicher reservierten Platz in der ewigen Hiphap-Hall-Of-Fame.
Und doch passierten über die Jahre, unter den vielen Projekten, bei denen die
Neptunes für zumindest die Produktionen verantwortlich zeichneten, einige Dinge, die ich bis heute nicht ganz verstehe.
Bis heute dabei ganz weit oben auf der Liste der Mysterien:
Warum zur Hölle ist
Kelis nicht so sehr durch die Decke gegangen wie sie durch die Decke hätte gehen
müssen!?
Ich hatte stets das Gefühl, dass
Kelis, mittels ihres gottgegebenen Charismas, ihres Aussehens und natürlich nicht zuletzt ihrer leicht gewöhnungsbedürftigen aber dafür umso wiedererkennbaren Stimme durchaus das Potential gehabt hätte, nicht nur im Club- sondern vor allem auch im allgemeinen Pop-Bereich auf
Beyonce-Level zu competen. Für euch kids da draußen: Das heißt
richtig krass durchzustarten.
Nun ließe sich sicher dennoch argumentieren, dass
Kelis ja durchaus ihren fair share of Erfolg gehabt hat, aber, zur Hölle, das reicht mir nicht!
Kelis' Mucke war absolut großartig, neu, unverbraucht, progressiv, tanzbar, quietschbunt, und entbehrte jeglicher R&B-Diva-Attitüde oder überflüssig-konservativem Mief.
Was ist also schiefgelaufen, fragte ich mich...und vor allem:
Lässt sich der verhältnismässig moderate Erfolg durch den sound, also musikalische Gründe...oder möglicherweise vielmehr durch alle erdenklichen anderen Faktoren erklären?
Um dieser Sache - vielleicht ein für alle Mal - auf den Grund zu gehen, starte ich hiermit höchst-feierlich die
Kelis Rogers appreciation weeks, in denen ich mich jeweils durch die
Kelis-Alben reviewe, um möglicherweise Hinweise auf eine hinreichende Beantwortung der Forschungsfrage zu bekommen...
Los gehts dann dieses Mal - ich gehe natürlich chronologisch vor - mit dem Erstlingswerk von
Kelis, dem Album
"Kaleidoscope" erschienen im Dezember
1999.
Wie ihr es aus
meinen bisherigen Albenkritiken kennt, widme ich mich erstmal kurz dem Albumcover: